Argentinien

Initiativen  Archive  Museen

Argentinien

Initiativen, Archive, Museen für Menschenrechte 

Initiativen

 

Abuelas de la Plaza de Mayo 

Buenos Aires, ist eine 1977 gegründete Nicht-Regierungsorganisation, deren Aufgabe es ist, alle während der letzten Militärdiktatur geraubten Kinder, deren Mütter "verschwundenen" sind, zu finden und zu ihren Familien zurückzubringen.


Asamblea Permanente por los Derechos Humanos (APDH) 

Buenos Aires, wurde 1975 als politische Widerstandsorganisation gegen den Staatsterror gegründet und spielte bei der Verteidigung der Menschenrechte vor und während der Militärdiktatur in Argentinien eine wichtige Rolle. APDH sammelte Anzeigen von Menschenrechtsverletzungen, unterstützte Opfer und organisierte Kampagnen zur Freilassung politischer Gefangener. APDH unterstützte die Arbeit der argentinischen Wahrheitskommission (CONADEP). Heute engagiert sich APDH für zeitgemäße Workshops und die Erstellung von Bildungsmaterial über den Kampf für die Menschenrechte.


Associación Madres de la Plaza de Mayo

Buenos Aires, Organisation der Mütter der während der Militärdiktatur Verschwundenen. (Spanisch)


Associación Anahí . Buscamos a Clara Anahí Mariana Teruggi

Webseite einer Großmutter ("Chicha" Chorobik de Mariana), die ihr Enkelkind sucht, seit ihre Tochter (Diana E. Teruggi de Marianne) am 25. November 1976 und später auch ihr Schwiegersohn (Daniel Enrique Mariani) von argentinischen Militärs ermordet wurde. (Spanisch)


Centro Cultural de la Memoria Haroldo Conti (Espacio Memoria y Derechos Humanos)

Buenos Aires, ist ein Kultur-, Kino- und Veranstaltungszentrum, das nach dem Schriftsteller, politischen Aktivisten und Opfer der Militärdiktatur Haroldo Conti benannt ist und staatlich vom Justizministerium und der "Presidencia de la Nación" gefördert wird. Leben und Werk von Haroldo Conti, die Geschichte seines Verschwindens und Suche nach der Wahrheit, sind hier dokumentiert. Das Kulturzentrum ist in der früheren Technikschule der Marine (ESMA) untergebracht, einem der berüchtigsten Geheimgefängnisse und Folterstätten der Militärdiktatur. (Spanisch mit automatisierter Übersetzung in Englisch, Deutsch, Französisch, Portugiesisch, Italienisch)


Centro de Estudios Legales y Sociales (CELS)

Buenos Aires, ist eine Nicht-Regierungsorganisation, die seit 1979 für die Verteidigung der Menschenrechte und Stärkung der Demokratie arbeitet. Historisch ist der Ursprung des Zentrums der Staatsterror in Argentinien seit der Machtergreifung der Militärs 1976 und der Kampf für das Konzept universaler Menschenrechte seit dem Zweiten Weltkrieg. Bis in den November 2014wurde der BLOG "Juicios. Proceso de Justitia pro Crímenes de lesa Humanidad" von CELS gepflegt, eine wichtige historische Quelle über den Kampf für historische Wahrheit & Gerechtigkeit in Argentinien. (Spanisch)


Colectivo Ex Presos Pol. Y Sobrevivientes Rosario

Blog mit Geschichten von Opfern und Überlebenden aus Argentinien und Lateinamerika. (Spanisch)


Comisión Provincial de la Memoria de Córdoba

Córdoba (Provinz Córdoba), Zusammenschluss zur Verwirklichung der Menschenrechte und des Gesetzes zur Erinnerung (Gesetz 9286, "Ley de la Memoria"), mit einem Archiv über den Staatsterrorismus in der Provinz Córdoba.
 

H.I.J.O.S. (Hijos por la Identidad y la Justicia contra el Olvido y el Silencio)

ist eine 1995 gegründete Nicht-Regierungsorganisation von Kindern von Personen, die während der Militärdiktatur ermordet wurden, "verschwanden" oder ins Exil fliehen mussten. Die Organisation bezeichnet den Militärputsch als einen "Golpe Genocida" ("Genozidalen Staatsstreich").  H.I.J.O.S setzt sich gegen die Straflosigkeit der Verbrechen der Militärdiktatur mit öffentlichen Aktionen ein. Eine der Hauptaufgaben von H.I.J.O.S. ist, die geraubte Identität der Kinder der "Verschwundenen" wiederherzustellen. (Spanisch)


Madres de la Plaza de Mayo 

Buenos Aires, ist eine 1977 gegründete Nicht-Regierunsgorganisation von Müttern, die ihre von den Militärs gewaltsam verhafteten und entführten Kinder wiederfinden wollen. Die Mütter der Plaza de Mayo trafen sich jeden Donnerstag, um gemeinsam zu protestieren und sie kämpfen heute gegen die Straflosigkeit der Verbrechen der Militärdiktatur und Verletzung der Menschenrechte. Ihr Symbol ist ein weißes Kopftuch. (Spanisch)


Madres de la Plaza de Mayo, Línea Fundadora

Buneos Aires, BLOG, eine Abspaltung der "Mütter der Plaza de Mayo", die anders als die "Associación" versucht, bei der Suche nach ihren "verschwundenen" Kindern, mit staatlichen Stellen zusammenzuarbeiten. (Spanisch)


Memoria Abierta

Buenos Aires, ist eine Zusammenschluss von argentinischen Menschenrechtsorganisationen, die das Erinnern an die Menschenrechtsverletzungen, Widerstandsaktionen und den Kampf für Wahrheit und Gerechtigkeit fördert, um über die Gegenwart nachzudenken und die Demokratie zu stärken. Memoria Abierta katalogisiert und macht die Archive verschiedener Organisationen und Persönlichkeiten zugänglich, produziert Oral History-Interviews und trägt dazu bei, Gewalt- und Folterstätten sichtbar zu machen. Der Zusammenschluss kam 1999 zustande und führt die Archive wichtiger Menschenrechtsorganisationen sowie das umfassendste Oral-History-Archiv in Argentinien. Das Archiv bietet eine Datenbank mit Suchfunktion für seine Sammlung an sowie eine Sammlung von 863 erschlossenen Interviews (Testimonios). Seit 2013 ist der Sitz von Memoria Abierta im Centro Cultural de la Memoria (Ex ESMA). (Spanisch)

 

Servicio Paz y Justicia (SERPAJ)

Buenos Aires, ist eine soziale Organisation mit ökumenischem Ansatz, die sich seit 1974 für Frieden, Gewaltfreiheit und eine Kultur einsetzt, die auf der vollen Anerkennung der Menschenrechte beruht. Sie wurde 1973 von dem Architekten und Menschenrechtsaktivisten Adolfo Pérez Esquivel gegründet, der 1977 und 1978 Opfer der Militärdiktatur und inhaftiert wurde. Er ist Mitglied des Exekutivkomitees der UN-Menschenrechtsversammlung. (Spanisch)


Museen


Museo de la Memoria 

"...de Rosario es una de las instituciones pioneras en América latina en el tratamiento del tema de lasmemorias post-genocidas y ha logrado configurarse como un verdadero referente en su tipo en la escena nacional e internacional. Es miembro de la Coalición Internacional de Sitios de Conciencia, de la Red Federal de Sitios de Memoria, dependientede la Secretaría de Derechos Humanos de la Nación, y de la Red Sudamericana de Sitios de Memoria, entre otras instituciones."(Spanisch)


Parque de la Memoria. Monumento a las Victimas del Terrorismo de Estado

Buenos Aires, eine Gedenkstätte und ein Dokumentationszentrum mit einer Datenbank, die die Namen der Verschwundenen und Ermordeten (der Jahre 1969-1983) verzeichnet, ebenfalls eine Bildungszentrum und Veranstaltungsort für Ausstellungen. (Spanisch / Englisch)


La Perla 

Espacio para la Memoria, Córdoba (Provinz Córdoba), ist ein Museum, Erinnerungs- und Lernort in dem früheren Geheimgefängnis, Folter- und Mordzentrum der Militärdiktatur, das vor allem an die Opfer und Überlebenden erinnert. (Spanisch)


Archive


Argentine Forensic Anthropology Team / Equipo Argentini de Antropología Forense (EAAF)

ist ein Team für angewandte forensische Anthropologie und verwandte Wissenschaften mit dem Ziel, in enger Kooperation mit den Opfern und Angehörigen die sterblichen Überreste von Opfern der Militärdiktatur zu finden, zu identifizieren, sie den Familien zurückzugeben und Beweismaterial für Gerichtsverhandlungen zu sammeln. Ziel ist es Menschenrechtsverletzungen ans Licht zu bringen, um zur Suche nach der Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung beizutragen und Gewalt künftig zu verhüten.


Censo de Archivos de Derechos Humanos 

...concentra la información de aquellos archivos que poseen documentos sobre violaciones a los derechos humanos producidos en períodos de dictaduras militares en nuestras regiones. Esta iniciativa, apoyada por la Oficina Regional de Ciencia para América Latina y el Caribe de la UNESCO en Montevideo, pretende facilitar el conocimiento y acceso a estas fuentes documentales. (Spanisch)


Foto: ©Eduardo Sanchez